Würdest Du?

May 9, 2008


Die FaltschWagonis - seit Jahren schon rechts auf der BlattBlog Linklatte - haben jetzt ihren eigenen Kanal bei YouTube.
Als Starter für den Mai unser Lieblingsstück “Würdest Du?” in dem auch eine Lanze für das landauf, landab schon fast wieder aus der Mode gekommene Brusthaartoupieren gebrochen wird!

Die Natur vor uns

April 30, 2008

Niels Bolbrinkers Film hat seine Premiere auf dem Münchner Dokumentarfilmfestival am 1. Mai und am 3. Mai 2008. Der Film, eine Filmtank-Produktion, den der Verleih Real Fiction im Herbst ins Kino bringen wird, beschäftigt sich mit dem Verhältnis der Menschen zur Natur und ihren Abbildungen. Im Zentrum des Films stehen Leben und Werk von Alfred Ehrhardt, der als grosser Fotograf der Neuen Sachlichkeit und als Kulturfilmer in seinen abstrakten Landschafts- und Naturbildern der Natur selbst den Rang einer Künstlerin zuwies. Klick aufs Bild, um zur Alfred Erhardt Stiftung zu gelangen. Auch nicht schlecht gemacht, die Seite.

40 Jahre sind kein Klacks

April 21, 2008

Die Frankfurter Rundschau bringt zum 40-jährigen eine Stoffsammlung, die gar nicht so übel ist, hier online zu betrachten.
Die taz zum letzten Wochenende ebenso einen Satz Interviews mit Zeitzeugen, leider nicht online zu betrachten. BlattBlog findets schade - kommt ja vielleicht noch, fragen kann man ja mal.
Update: Rudi Dutschke trifft jetzt tatsächlich auf Axel Springer (straßenmäßig, Klick aufs Bild).

Gerhard Seyfried zum 60.

March 4, 2008

Maharishi Mahesh Yogi

February 6, 2008

ist gestorben - auch die Transzendentale Meditation hat ihre Grenzen.

Ende der 50er Jahre gründete er eine eigene geistige Bewegung, die “allen Menschen in jeder Generation Erfüllung in allen Schichten des Lebens geben sollte”. Seine Lösung: die Transzendentale Meditation ™. Nach seiner Überzeugung würden Gewalttaten wie Kriege oder soziale und politische Konflikte minimiert, wenn sich täglich rund sechs Millionen Menschen zwei mal täglich einer 20-minütigen Meditationsübung hingäben. Mit dieser Idee schlug der Maharishi gegen Ende der sechziger Jahre bei den Hippies und Bohemiens ein, wie eine Lastwagenladung LSD.

Mehr lesen in der taz

Der Pfad des Kriegers

January 9, 2008

WOFÜR LEBEN WIR? WOFÜR STERBEN WIR?

1982 kehrt der angehende Priester Michael N. Europa den Rücken und
geht zu den Jesuiten nach Südamerika. 8 Jahre später entführt er als
Kopf eines Guerilla-Kommandos den Coca-Cola-Chef von Bolivien und
stirbt den Märtyrertod.

filmtank zeigt im Wettbewerb um den Max Ophüls Preis 2008

Sie nannten ihn Pygmäe

November 29, 2007

Sie nannten ihn liebevoll den “Pygmäen vom Maßmannbergl”. Große Männer, auch wenn sie klein von Gestalt sind, altern in Würde:


© Foto Thomas Tielsch

Franz Maierhofer wird 70. Der Mann, der ohne, dass es irgendjemand wusste (weil es auch gar nicht stimmt) immer Vorbild für einen der Fabulous Furry Freak Brothers von Gilbert Shelton war.
BlattBlog gratuliert herzlich!

Die Freiheit stirbt scheibchenweise

November 12, 2007

Diesen Freitag hat der Bundestag das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung und TK-Überwachung beschlossen. Der Widerstand in der Bevölkerung hielt sich in Grenzen, Transrapid war erheblich motivierender. Fakt ist, dass die beschlossene Vorratsdatenspeicherung am 1.1.08 Praxis werden wird. Jerzy Montag dazu am Vortag des Beschlusses in der SZ:

SZ: Herr Montag, auch die Daten dieses Gesprächs sollen von Januar an sechs Monate lang gespeichert werden. Sind wir auf dem Weg in den Überwachungsstaat?
Montag: Einen Schritt dahin werden wir am Freitag getan haben. Die Bürger werden durch dieses Gesetz bei allen ihren kommunikativen Vorgängen – E-Mail, SMS, Fax, Internet aber auch das schlichte Telefonieren – sechs Monate auf Vorrat abgespeichert. Und zwar alle Unschuldigen und alle Unverdächtigen. So etwas hat es seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland nicht gegeben.
SZ: Wenn bei Handygesprächen auch noch der Standort gespeichert wird, sind wir dann bald alle gläserne Bürger?
Montag: Es ist ein Paradigmenwechsel. Bisher galt der Grundsatz: Wer sich nichts hat zuschulden kommen lassen, hat einen Anspruch darauf, dass Polizei und Staat sich von ihm fernhalten. Jetzt gilt: Wer nichts verbrochen hat, der kann sich doch gerne nackt ausziehen und sich von allen anschauen lassen. In der Großen Koalition schreiten diejenigen voran, die unseren Rechtsstaat umbauen in einen Präventionsstaat. Vermeintliche Sicherheit gerät an erste Stelle, und die Grundrechte geraten unter die Räder. Die Freiheit stirbt scheibchenweise.

SZ: Nummern von Telefongesprächen werden doch heute schon von den Telekommunikationsgesellschaften gespeichert und im Ernstfall weitergegeben.
Montag: Das ist richtig, weil sie die Daten für ihre Abrechnungen brauchen. Unter strengen Voraussetzungen darf die Polizei darauf zugreifen. Der fundamentale Unterschied: Jetzt werden zum ersten Mal unsere Daten auf Vorrat für die Polizei gespeichert.
SZ: Also doch ein Schritt in Richtung Orwellscher Horrorvision?
Montag: Heute ist es unser Telekommunikationsverhalten. Wenn dieser Damm bricht, wird morgen jemand auf die Idee kommen, unser gesamtes Mobilitätsverhalten prophylaktisch zu speichern. Danach ist vielleicht unser gesamtes Konsumverhalten dran. (more…)

20 Jahre taz online

November 8, 2007

Unser Mann in Berlin zeigt Archivschätze:

Die erste Entwurfsskizze, wie eine online-taz aussehen könnte - aus dem Jahr 1987!

Tauchkurse für Printmedien

October 11, 2007

Im Rechtsstreit SZ und FAZ gegen den Perlentaucher gab es eine neue Verhandlung. Es sieht jetzt nicht mehr ganz so rosig aus wie in der ersten Instanz, in der der Perlentaucher (mit positivem Medienecho) gewann.

Im Deutschlandfunk bezeichnete Burkhard Müller-Ullrich den Perlentaucher als das “wichtigste, was im deutschen Feuilleton seit zehn Jahren passiert ist. Wer den Perlentaucher nicht liest, interessiert sich nicht für Kultur oder hat keinen Internetanschluss.”

David Hudson dazu in seinem Filmweblog Greencine:

“A brief note to close this entry. To the Süddeutsche Zeitung and the Frankfurter Allgemeine Zeitung. If you’re going to be that backasswardly stupid as to go to court to try to put a stop to free PR and branding, just shut down your new media departments. So what if Perlentaucher earns a euro or two promoting you at their expense and not yours? Just get off the web right now and save yourselves the time, trouble and money. You never got it, you still don’t and you never will. Get off. And good luck with your paper papers.”

Weiter gebloggt wird sowieso. Die Kommentare bei Heise sind lesenswert.

Update: Perlentauchen gestattet!