Sieh die Zeichen an der Wand

February 28, 2006

Zu bedienen unter hetemeel.com the Dynamic Einstein picture, via it&w

Ehrensenf, die zweite

February 24, 2006

BlattBlog hatte diese hochgradig nervige Form des neuen Internetfernsehens letztes Jahr bereits wärmstens empfohlen, mit der Nase immer hart am Trash …


Jetzt ist Spiegel Online auch schon da mit “Ehrensenf ist extrascharf”.
Und Katrin darf dort jetzt auch im embedded Video ihre Sprüche klopfen. So schnell kanns gehen. Leise raucht der Ehrensenf-Server.

On n’oublie rien de rien

February 23, 2006


Wir vergessen nichts, aber auch gar nichts!
Wir sind, um es einmal so zu sagen, unvergesslich.

(Anonym, Palermo, 20. Jahrhundert)

Servus Norbert

February 22, 2006

Ein Blick auf alle uns, die wir hier in der Kirche von Marienberg aufeinandertreffen, um Norbert ein letztes Mal zu grüßen, zeigt den Bogen, den er geschafft hat, in seinem Leben zu schlagen. Scheinbar hatte seine Münchner Zeit nichts mit der Folgezeit in Holzhausen und anschließend hier in Marienberg gemein. In der Umkehrung mag das ebenso erscheinen, und dennoch ist dem nicht so.

Norbert wurde, wie so viele unter uns, in einer Zeit groß, als in den bundesdeutschen Großstädten die einhellige Meinung herrschte, zuguterletzt würde das Konzept Vietkong auch in Plattling triumphieren. Sein Weg von der Schreinerlehre zum Soziologiestudium, seine zahlreichen Reisen, unter denen der Trip nach Indien keinesfalls fehlen durfte, sein rasantes Leben zwischen Wohngemeinschaft und den Niederungen der Münchner Alternativszene, die in den siebziger Jahren in Form von Zeitungsprojekten, Handwerkskollektiven und sonstigen selbst verwalteten Projekten fröhliche Urstände feierte, war der Weg von vielen.

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Die Seyfried-Wanne

February 17, 2006

Berlin – Die 150 Stühle im Saal reichen längst nicht. Vielleicht 300 Menschen sind an diesem Donnerstagmorgen ins Auktionshaus Karner gekommen, das sich zwischen Schrotthändlern und Schraubern in einer Schöneberger Sackgasse versteckt. Vor allem Autos werden versteigert: ausgemusterte VW-Busse der Wasserbetriebe, kleinere Lastwagen und – drei „Wannen“ der Polizei, legendär wie der Kreuzberger 1. Mai. Einer, ein Bus für mindestens 20 Mann, Modell 608 D, sieht noch ganz passabel aus. Den anderen beiden, die auf dem Hof parken, sind die Spuren vergangener Kämpfe anzusehen: notdürftig überlackierte Beulen von Pflasterstein-Einschlägen. Alle haben noch die Haken von den Schutzgittern vor den Scheiben und Stümpfe von den abmontierten Blaulichtern auf dem Dach. Einer hat einen Motorschaden, beim anderen ist die Batterie leer. Schlachtrösser mit Herzstillstand. „Besondere Belastung: Einsatztraining“, steht auf einem Zettel in der Scheibe.

Hoenig ist Anwalt; im Winter parkt er die Wanne als Werbung für seine Kreuzberger Kanzlei in der Gegend um den Kotti. „Im Sommer ist es einfach ein Gag, mit offenen Schiebetüren durch Kreuzberg zu fahren“, sagt er. Über seine wilden Jugendjahre erzählt der 50-jährige Wahl- Kreuzberger wenig. Nur so viel: Er habe mit seiner Freundin in den 80ern „viel Gerhard Seyfried gelesen und gelacht“. Selbst bei der Polizei reden sie von „Seyfried-Wannen“. Der Kreuzberger Comiczeichner hat die „Gruppenkraftwagen“, kurz GruKW, in vielen Büchern verewigt. Mercedes baut das Modell nicht mehr. „Das ist unser Problem“, sagt ein Beamter wehmütig. Vor allem die Hecktür war ein Riesenvorteil, „weil man den Wagen als Schutz hatte“. Außerdem war man blitzschnell raus, denn man saß längs auf Bänken wie in der U-Bahn. Dass bei einer Bremsung alle dem Ersten auf den Schoß fielen, ist eine andere Geschichte. Jetzt wird im Renault oder Fiat zur Schlacht gereist und schön der Reihe nach seitlich ausgestiegen.

Alles lesen in Die Wanne läuft voll gut im tagesspiegel. Foto dankend ausgeliehen von Sascha Lobo aus der Riesenmaschine.

Bewegte Bilder

February 15, 2006

BlattBlog testet Videocasting - auf der revolutionären Spreeblick Grundlagenarbeit aufsetzend. Rechts außen unter den Kategorien findet ihr testweise det neue Toni Mahoni-Knöppekes. Erstens sind diese Videos die logische Fortsetzung unseres Ehrensenfbeitrags vom 19.11.05 auf Blatt-Niveau. Zweitens könnt ihr gleich mal gucken, wie ihr bei eurer grassierenden Technikunaffinität, völlig verkonfigurierten Analoganschlüssen und fehlender Playersoftware mit sowas klarkommt. Vielleicht wollt ihr das ja alles auch gar nicht. Wenn hier ordentlich was zurückkommt, bauen wir ähnliches im BlattBlog ein und beglücken euch mit szenischen Folgen à la R. A. Meyer. Empfehlung der Redaktion ist die Folge 1, Bayern und die Weißwurst.

our daily mohammed

February 9, 2006

Schon klar, es ist sicherlich nicht einfach, nicht in die Islamismus-Debatte einzusteigen, der eine oder andere wartet schon darauf, so à la hier kommt der Mohammed des Tages, aber wir werden den Teufel tun, wir schauen (wie früher auch schon) straff nach links (über den Ozean) und bieten US-kritisches Entertainment vom Feinsten. Es lebe die Vielfalt oder da kommt die ganze Kacke doch her. Wir bitten diesen redaktionellen Ausrutscher zu entschuldigen, aber die neue Grappa-Lieferung ist gerade eingetroffen …

Das Schöne daran ist dieser net 2.0 mainstream - da haben schon gut 2,5 Millionen geklickt und das Ding läuft einfach - genau das Richtige für die BlattBlog Rentner, das schmiert auch an der unteren Hardwaregrenze nicht so schnell ab … möge die Übung gelingen, mit herzlichen Grüßen vom Blogwart.
Kinowerbung dankend ausgeborgt vom abspannsitzenbleiber

Endlich venezianischer Fasching in München

February 4, 2006

Nato Sicherheitskonferenz in München. Bestes Demowetter. Jedoch da - venezianische Zustände schleichen sich ein - viva Italia! Carrrnevaaale !

»Dem PP München liegen Erkenntnisse vor, daß bei dem Aufzug am 4.2.06 eine Vielzahl von VersammlungsteilnehmerInnen mittels Benutzung von Gesichtsmasken das Vermummungsverbot ‘karrikieren’ will. Auch wenn die Benutzung dieser Masken grundsätzlich nicht darauf abzielt, eine Identifizierung zu verhindern und somit vom Vermummungsverbot nach § 17a VersammlG nicht erfaßt ist, besteht durch das massenhafte Verwenden dieser Gesichtsverdeckungen die Gefahr, daß aus der der Anonymität dieser ‘Masse’ heraus Straftaten oder Ordnungswidrigheiten, insbesondere bei der zu erwartenden Atmosphäre innerhalb des Aufzuges, begangen werden. […] Das Mitführen und Verwenden von Gesichtsmasken wird den Teilnehmern/-innen untersagt. Hierunter fallen auch die Masken, die an einer Stabhalterung befestigt sind und nur zeitweise vor das Gesicht gehalten werden (sog. ‘Venezianische Masken’).«

Aus dem Auflagenbescheid des Münchner Kreisverwaltungsreferats zu den angekündigten Demonstrationen dieses Wochenende in München.
Siehe auch Presseerklärung des Münchner Friedensbündnisses (pdf) via Der Schockwellenreiter und it&w