Die Liebe am Ende der Zeiten

September 29, 2006

Offen übers Schwulsein oder Oralsex zu sprechen? Heute kein Problem mehr - dank Volkmar Sigusch. Er und seine Frankfurter Forscher haben die Gesellschaft zu einem anderen Umgang mit ihrer Sexualität geführt. Am Samstag schließt das Institut endgültig.

Der 30. September 2006 ist ein schwarzer, ein schlimmer Tag für aufgeklärtes, aufklärendes Denken und Handeln in Deutschland. An diesem Tag wird das Institut für Sexualwissenschaft in Frankfurt, bislang angesiedelt im Klinikum der Universität, abgewickelt, geschlossen, also beseitigt.

Zum Anlass nehmen die Mitglieder des Fachbereichsrates Medizin ohne Gegenstimmen die Emeritierung des Direktors Professor Volkmar Sigusch, der das Institut 1973 aufgebaut hat. Das ist, so sieht es Sigusch in trauriger Verbitterung, die Beseitigung seines Lebenswerks, seines wichtigsten Teils, wird man ergänzen dürfen, denn es bleiben mehr als 30 Bücher, mehr als 500 wissenschaftliche Abhandlungen, die er bis heute geschrieben hat. Zudem ist ein Werk über die Geschichte der Sexualwissenschaft in Arbeit … Das Institut war aber nicht nur eine weltweit anerkannte, einzigartige Brutstätte der Theorie, Heimat einer reflektierten kritischen Sexualwissenschaft, sondern mit seiner sexualmedizinischen Ambulanz auch oft nach langer Irrfahrt letzte Zuflucht vieler leidender Menschen, denen Sigusch und seine Kollegen mit ausgefeilten Untersuchungen und Verfahren geholfen haben.

Im Vorwort von “Neosexualitäten” heißt es: “Am Grund der Liebe aber liegt die Perversion, ohne die die Liebe eine Ödnis wäre. Deshalb und weil durch kulturelle Transformationen immer ungewisser geworden ist, was überhaupt noch pervers sei, werden Perversionen in diesem Buch ausführlich analysiert: als unablösbarer Teil der normalen Sexualität, als Übersteigerung des Normalen, als Projektionsfeld so genannter Experten, als entpathologisierte und entmystifizierte Selbsttechnik, als künstlerische Existenzweise sowie als Delinquenz und krankhafte, behandlungsbedürftige Sexualsucht.”

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Persil bleibt Persil, der Film

September 22, 2006


Unser aller Eichinger, äh Meyer, hat uns jetzt einen schnellen Zusammenschnitt vom letzten Blattfest produziert, weil er ja sonst nichts zu tun hat. Für alle, die nicht kommen konnten oder auch noch mal schauen wollen, wie der Patchouli schön winkt. Ein ordentliches Tram-Solo für alle Neil Young Fans ist auch dabei. Herzlichen Dank an die Regie Schödel/Meyer. Die Vollversion auf DVD bitte in den Kommentaren bestellen. Im Directors Cut sagt der Django sogar was …