Tauchkurse für Printmedien

October 11, 2007

Im Rechtsstreit SZ und FAZ gegen den Perlentaucher gab es eine neue Verhandlung. Es sieht jetzt nicht mehr ganz so rosig aus wie in der ersten Instanz, in der der Perlentaucher (mit positivem Medienecho) gewann.

Im Deutschlandfunk bezeichnete Burkhard Müller-Ullrich den Perlentaucher als das “wichtigste, was im deutschen Feuilleton seit zehn Jahren passiert ist. Wer den Perlentaucher nicht liest, interessiert sich nicht für Kultur oder hat keinen Internetanschluss.”

David Hudson dazu in seinem Filmweblog Greencine:

“A brief note to close this entry. To the Süddeutsche Zeitung and the Frankfurter Allgemeine Zeitung. If you’re going to be that backasswardly stupid as to go to court to try to put a stop to free PR and branding, just shut down your new media departments. So what if Perlentaucher earns a euro or two promoting you at their expense and not yours? Just get off the web right now and save yourselves the time, trouble and money. You never got it, you still don’t and you never will. Get off. And good luck with your paper papers.”

Weiter gebloggt wird sowieso. Die Kommentare bei Heise sind lesenswert.

Update: Perlentauchen gestattet!

Das Pali-Tuch

October 5, 2007

Wenn man sich fragt, womit dieser vielfache Einsatz des Palästinensertuchs und seine neue Beliebtheit vor allem im Modedesign zu tun haben, dann könnte man vielleicht sagen, dass es unter den berühmt gewordenen Kleidungsstücken mit politischem Ursprung das einzige ist, das auf ein Muster reduzierbar ist. Alle ähnlichen Accessoires, wie die Kappe Castros, der rote Stern, die Mao-Jacke, sind in ihrer Variationsfähigkeit beschränkt. Das Palästinensertuch dagegen ist, unabhängig von seiner konkreten Funktion, zu einem weltberühmten Markenzeichen geworden, eine Art provokatives Burberry-Karo. Deshalb taucht es allein in diesem Jahr nicht nur als das altbekannte schlichte Tuch auf, sondern auch als perlenbestickter Schal, als Kleid oder Reisetasche.

Eine besonders interessante Abwandlung hat sich anlässlich des Münchner Oktoberfestes ergeben. Die Traditionsgeschäfte der Stadt führen gerade Dirndl-Schürzen im Palästinensertuch-Look. Der lange Weg, den das Muster zurückgelegt hat, wird hier besonders anschaulich. Aus dem politischen Zeichen ist ein Bestandteil bayerischer Folklore geworden, ein Element des Crossovers von Trachten.

Alles lesen im SZ-Magazin

Dreisatzprobleme

July 27, 2006



in der Riesenmaschine hat Kathrin Passig

“Bush an Angie” kostet 20 Mio €

July 12, 2006

Free Alaa

May 12, 2006

Ehrensenf, die zweite

February 24, 2006

BlattBlog hatte diese hochgradig nervige Form des neuen Internetfernsehens letztes Jahr bereits wärmstens empfohlen, mit der Nase immer hart am Trash …


Jetzt ist Spiegel Online auch schon da mit “Ehrensenf ist extrascharf”.
Und Katrin darf dort jetzt auch im embedded Video ihre Sprüche klopfen. So schnell kanns gehen. Leise raucht der Ehrensenf-Server.

On n’oublie rien de rien

February 23, 2006


Wir vergessen nichts, aber auch gar nichts!
Wir sind, um es einmal so zu sagen, unvergesslich.

(Anonym, Palermo, 20. Jahrhundert)

Entmenschte Mutter röstet taubes Kind!

December 5, 2005

Nachdem Bild am Sonntag durch den Regierungsappell vom Wochenende an die Entführer von Susanne Osthoff erneut zum offiziellen Regierungsorgan geadelt wurde (das ist nichts neues, Angie macht das nur etwas vordergründiger als Gerd) nimmt BlattBlog das BILDBlog neu auf die Linklatte. Die BILDBlogger machen sich seit geraumer Zeit - tagesmeldungsnah - die Mühe, Herrn Diekmann auf die Finger zu gucken.

… Bild ist nicht Pop, sondern Gosse. Bild ist das Sexualorgan, das Millionen impotente kleine Männer von der Straße als ihr eigenes empfinden, und sei es nur zur Befriedigung des Durstes nach Rache an den Reichen und Schönen, die sich durch Reichtum und Schönheit an den sittlichen Idealen eines immer noch kaufkräftigen Mobs versündigt haben …

Ein grundlegendes Hasspamphlet von Gerhard Henschel zum Thema BILD im Online Merkur ist leider nicht mehr online, war seinerzeit via wirres.net. Für den Aufmacher geht ein Dankeswort in die frühen Siebziger an Herrn Gerhard S.

Ehrensenf

November 19, 2005

Ehrensenf ist ein Anagramm für Fernsehen.

Ehrensenf ist eine Show, die extra und ausschließlich für das Internet produziert wird. Ehrensenf gibt es täglich neu (Mo-Fr). Und Ehrensenf ist immer verfügbar. Man kann die Show nicht „verpassen“. Man kann sie nur „noch nicht gesehen haben“. Ehrensenf will einfach nur unterhalten und amüsieren. Bei Ehrensenf kann alles Thema sein. Von „weltbewegend“ bis „total banal“. Oder um es frei nach Heinz Rühmann zu sagen: Natürlich kann man auch ohne Ehrensenf leben - es macht nur keinen Sinn!

Moderatorin Katrin auf dem Weg zum Kult. Bei Robert Basic wogt bereits die Hintergrunddebatte. Warum machen die das, wo will die Kohle mal hin, wenn sie ihre Maske lüftet? Ja, mei - die Macher haben ihre Karrieren allemal in der Endemol- und Harald Schmidt-Ecke gemacht. Das sieht man den Clips auch an. Andrerseits, erstmal locker bleiben - Katrin kann fast alles, sogar Hochdeutsch, und das täglich.