Diamonds And Rust

May 28, 2008

One for the summer:


Wolfgang’s Vault ist ein wahres Schnäppchen - es handelt sich um das komplett digitalisierte Archiv im Keller von Herrn Wolfgang Grajonca - geboren am 8. Januar 1931 in Berlin; gestorben am 25. Oktober 1991 in Vallejo, Kalifornien, bei einem Hubschrauber-Absturz. Der Mann nannte sich später mal Bill Graham und betrieb das Fillmore West und das Winterland, beide in San Francisco sowie das Fillmore East in New York. Was hier so ab den Siebzigern live zusammen kam, geht akustisch auf keine Kuhhaut mehr, wurde mittlerweile komplett gestreamt und kann kostenlos abgerufen werden - eben bei Wolfgang’s Vault. Das Ganze, wie so oft, via it&w, Dank an Majo.

Our own voice oder Bernadette das Pferd

September 28, 2007

Ende der sechziger Jahre wurde Trikont als Buch-Verlag gegründet, in einer Zeit, in der der Wunsch nach einem anderen Leben, nach freier Öffentlichkeit und Veränderung immer drängender wurde. Sehr bald war allerdings klar, dass, wollte man die Menschen wirklich erreichen und überzeugen, Musik im Trikont-Verlagsprogramm unverzichtbar ist. Denn, keine Kunst war und ist ausdrucksstärker, erfolgreicher und potentiell demokratischer als Populärmusik - in keiner anderen konnten und können sich Leute intensiver und direkter ausdrücken. Eine Menge Musik hat seit den Anfängen das Trikont-Haus in München-Obergiesing verlassen. Musik von Künstlern, die erfolgreich auf ihre Eigenart bestehen, sich ihren Eigensinn bewahren und in vielen unterschiedlichen Genres zuhause sind:
Bernadette La Hengst, Rocko Schamoni, Attwenger, Hans Söllner, Universal Gonzalez, M.A.Numminen, Karl Valentin, Kraudn Sepp, Huss, Heinz Strunk, Studio Braun, Daniel Johnston, Michael Hurley, Funny van Dannen.
Viele Sampler, die Geschichten aus der heimischen und weltweiten Populärmusik erzählen, und ihr etwas von ihrer Leidenschaft, Würde und Geschichte zurückgeben:
Von Mexico nach Gambia, von Griechenland in den Senegal, von Istanbul nach Bucharest, von Bayern nach Lateinamerika, von Südafrika nach Amerika.
Und immer ganz nah bei den Menschen geht die Reise durch das vielfältige Trikont-Universum.
Und im Übrigen meinen wir, dass nicht die Musik in der Krise ist, sondern ihre industrielle Verwertung und das ständige Schielen nach dem statistischen Durchschnitt. Wir nehmen uns die Freiheit nach allen Seiten zu schauen und das zu tun, was wir glauben, dass zu tun ist.
Eva Mair-Holmes, Achim Bergmann & das Trikont-Team

BlattBlog gratuliert herzlich: Happy Disco - Achim!
Und hier was zum Reinhören ON THE ROAD AGAIN MAMA oder Doom & Gloom

Mao´s Little Red Book und Unsere Stimme

January 11, 2007

Trikont, which was founded in Munich in 1971, is run by philosophy and political science graduate Achim Bergmann, and what you wouldn´t guess from the catalogue today is that it grew out of a small left-wing Publishing house that was distributing Chairman Mao´s Little Red Book and the Diary of Che Guevara.
´We were part of the non-dogmatic, “sponti” left/radical people,´explains Bergmann.
`All important things are political and we wanted to put out the music of the people that was not available in Germany at that time.´…

Wir finden, Herr Bergmann kommt zum Jahresanfang besonders gut raus mit seiner internationalen Trikont-Site, die auch noch richtig nett gemacht ist. Auf die deutsche kommt man durch Klick aufs Bild. Steht ja auch da.

Ab in den Internet-Knast!

October 12, 2006

Beziehen Sie eine Zelle im ersten Internet-Knast der Welt

»Privat kopieren ist kein Verbrechen: Unter diesem Motto haben die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), das Online-Netzwerk Campact, die Kampagne fairsharing und das Netzwerk freies Wissen eine Kampagne gestartet. Die Organisationen fordern, die Novellierung des Urheberrechts zu nutzen, um die drohende Kriminalisierung von Internetnutzern zu beenden. Bürger können unter www.wir-haben-privat-kopiert.de ein eigenes Bild hochladen und damit in das Gefängnis einziehen - die Kampagne will damit verdeutlichen, daß Millionen Bürgern mit dem neuen Urheberrecht eine Kriminalisierung droht.«

[weiterlesen bei Umweltjournal, via schockwellenreiter und it&w].

BlattBlog findet, dieser Knast ist sehenswert. Neu auf der BlattBlog Linklatte: Campact

Die Seyfried-Wanne

February 17, 2006

Berlin – Die 150 Stühle im Saal reichen längst nicht. Vielleicht 300 Menschen sind an diesem Donnerstagmorgen ins Auktionshaus Karner gekommen, das sich zwischen Schrotthändlern und Schraubern in einer Schöneberger Sackgasse versteckt. Vor allem Autos werden versteigert: ausgemusterte VW-Busse der Wasserbetriebe, kleinere Lastwagen und – drei „Wannen“ der Polizei, legendär wie der Kreuzberger 1. Mai. Einer, ein Bus für mindestens 20 Mann, Modell 608 D, sieht noch ganz passabel aus. Den anderen beiden, die auf dem Hof parken, sind die Spuren vergangener Kämpfe anzusehen: notdürftig überlackierte Beulen von Pflasterstein-Einschlägen. Alle haben noch die Haken von den Schutzgittern vor den Scheiben und Stümpfe von den abmontierten Blaulichtern auf dem Dach. Einer hat einen Motorschaden, beim anderen ist die Batterie leer. Schlachtrösser mit Herzstillstand. „Besondere Belastung: Einsatztraining“, steht auf einem Zettel in der Scheibe.

Hoenig ist Anwalt; im Winter parkt er die Wanne als Werbung für seine Kreuzberger Kanzlei in der Gegend um den Kotti. „Im Sommer ist es einfach ein Gag, mit offenen Schiebetüren durch Kreuzberg zu fahren“, sagt er. Über seine wilden Jugendjahre erzählt der 50-jährige Wahl- Kreuzberger wenig. Nur so viel: Er habe mit seiner Freundin in den 80ern „viel Gerhard Seyfried gelesen und gelacht“. Selbst bei der Polizei reden sie von „Seyfried-Wannen“. Der Kreuzberger Comiczeichner hat die „Gruppenkraftwagen“, kurz GruKW, in vielen Büchern verewigt. Mercedes baut das Modell nicht mehr. „Das ist unser Problem“, sagt ein Beamter wehmütig. Vor allem die Hecktür war ein Riesenvorteil, „weil man den Wagen als Schutz hatte“. Außerdem war man blitzschnell raus, denn man saß längs auf Bänken wie in der U-Bahn. Dass bei einer Bremsung alle dem Ersten auf den Schoß fielen, ist eine andere Geschichte. Jetzt wird im Renault oder Fiat zur Schlacht gereist und schön der Reihe nach seitlich ausgestiegen.

Alles lesen in Die Wanne läuft voll gut im tagesspiegel. Foto dankend ausgeliehen von Sascha Lobo aus der Riesenmaschine.

and don’t you eat that yellow snow

January 13, 2006

Dreamed I was an eskimo
Frozen wind began to blow
Under my boots and around my toes
The frost that bit the ground below
It was a hundred degrees below zero…

And my mama cried
And my mama cried
Nanook, a-no-no
Nanook, a-no-no
Don’t be a naughty eskimo
Save your money, don’t go to the show

Well I turned around and I said oh, oh oh
Well I turned around and I said oh, oh oh
Well I turned around and I said ho, ho
And the northern lights commenced to glow
And she said, with a tear in her eye
Watch out where the huskies go, and don’t you eat that yellow snow
Watch out where the huskies go, and don’t you eat that yellow snow

Vinyl forever

December 16, 2005

Flugs in die Abteilung Überflüssige Lebenshilfen, auf die wir gewartet haben kopiert. Einfach, weil der Aufmacher schon so gut reinläuft (wie alt ist denn der Andreas?)

Für die älteren Leser, die noch tonnenweise schwarzes Vinyl im Regal stehen haben:

Der USB-Plattenspieler, via Glück auf !

Planet der Zimtsterntassen

December 8, 2005

Für alle, die den Vorweihnachtsrummel jetzt schon dicke haben. Mehrmals täglich anwenden. Hilft garantiert. Auf vielfachen Wunsch, das BlattBlog-Video zur Weihnachtsfeier.

Leider steht diese animierte Perle (mpg) ohne irgendeine Autorenangabe im Netz herum. BlattBlog bittet um Mithilfe bei der Suche nach der/m Art DirectorIn dieses Clips. Würden wir vom Mac weg als HausautorIn für die wöchentliche BlattBlogVideoPodNovela engagieren. Auch noch nach Weihnachten, kein Scheiß. Via it&w.

forever young

November 14, 2005

Man wird hier im BlattBlog nicht ohne Minimalnotiz am 60. von Neil Young vorbeikommen. Sonst springt uns Claus Biegert auch gleich wieder von der Blogroll - übrigens neu auf der Linklatte: the nuclear-free future award


Neil Young heute à la Nashville: Mark Humphrey/AP

Dieses Bild sollte uns zu denken geben. Dazu gab’s einen Artikel in der SZ vom Wochenende, in dem Willi Winkler nicht gerade in Höchstform, wie üblich, wenn unter historischem Zeitdruck Angesagtes zu liefern ist, ins Geschwätzige verfiel (… und dann, nach Charles Manson, eine weitere Katastrophe. Neil Young war unversehens, aber keineswegs zufällig zum Helden der Grunge-Generation avanciert …) Wir schenken uns das alles, wie üblich, wir verweisen nur und lassen seine Klampfe sprechen.
The Theme from “Dead Man“(MP3, 2,8 MB), laut majo von it&w nicht auf dem Dead Man Album, und dann natürlich, zweitexclusiv, bei uns. Fällt am Schluss so schön auseinander, das Ding. Richtig mystisch ist dieser Schnalzer am Ende, wer hat denn den bloß reingemacht ?

Robert Zimmermann

November 7, 2005

aus gegebenem Anlass, was der zickich gucken kann:

aber, Freunde, es geht immer noch um den Gesang
und nicht ums Zicken: Girl From the North Country
Dienstag abend dann wieder - das große Liederraten …